Maiandacht

am 27. Mai 2021

Nachdem es den ganzen Morgen heftig geregnet hatte, konnten sich am Nachmittag 11 Frauen trockenen Fusses und sogar mit etwas Sonnenschein von Lindau nach St. Martin auf den Weg machen. Hat da jemand Maria gebeten, dem Petrus etwas Dampf zu machen? Und schon sind wir mitten im Thema: Was sind eigentlich unsere Marienbilder, die wir vermittelt bekamen? Von der Kirche oder vielleicht von der eigenen Mutter? Nach einem kleinen Wegstück gab Monika Schmid einen ersten Impuls, indem sie uns von einer Diskussionsrunde im Radio erzählte, zu der sie als katholische Theologin eingeladen wurde. Vor 1 Jahr haben Theologinnen an der Uni Freiburg ein Plakat mit einem Marienbild mit Heiligenschein aufgehängt, das Maria jedoch in Farbe und Form als eine Vulva präsentierte.  (Nachzuhören unter www.srf.ch/audio/perspektiven/die-vulva-der-gottesmutter). Bereits mittelalterliche Madonnen erinnern an das weibliche Geschlecht, etwa wegen ihrer Mandorla, einem mandelförmigen Strahlenkranz. Ist das feministische Interpretation oder kunsthistorisch belegt? Was macht das mit uns, wenn Maria nicht mehr als dieses asexuale Wesen dargestellt wird? 

Gottesbilder und Sehnsüchte wurden früher wie heute auf Maria übertragen. Die Sehnsucht, dass es einen Gott gibt, der letztlich schützt oder uns behütet. Maria war jemand, den man nahe hatte. Die aber auch als das perfekte Bild einer Frau in der katholischen Kirche hingestellt wurde. Ein Ideal, dem man als ganz normale (leibliche) Frau mit Knörzen und Zweifeln nie das Wasser reichen konnte Das generierte auch Schuldgefühle und Druck bei Frauen. Und manch einer Frau hätte das Bild einer Maria als «normale» Frau, die auch nicht immer alles richtig macht geholfen, mehr zu sich stehen zu können.

Mit dem Input, uns zu zweit auf dem weiteren Weg über unsere eigenen Marienbilder zu unterhalten, haben wir uns an einem späteren Halt darüber im Kreis ausgetauscht. Ein besinnlicher Abschluss in der Kapelle vor «unserer Maria», mündete dann in einen z’Vieri auf dem Kirchenplatz.

Einen Dank an Monika für die spannende Marienspurensuche!

Maiandacht FV

Morgenwanderung am Pfäffikersee

Samstag, 20. Juni 2020

Am Samstag, 20. Juni wanderten acht Frühaufsteherfrauen unseres Vereins bei Vogelgezwitscher und schöner Morgenstimmung dem Pfäffikersee entlang. Es war seit dem Lockdown unser erster Anlass und wir freuten uns darüber, dass dieser stattfinden konnte! Ein kurzer Input unter den Linden beim Kastell zum Thema »altes hinter sich lassen und sich auf neues einlassen» war Frühstück für unseren Geist…..das reichhaltige Frühstück für unseren Magen erwartete uns im «Steiner Beck» in Kempten.

Mohnblumen

Zweitagesausflug nach Meiringen und Ballenberg

Freitag 14. und Samstag 15. Juni 2019

Neun Frauen reisten von Effretikon nach Meiringen, begleitet von Sonnenschein und warmen Temperaturen. Nach dem Zimmerbezug im Hotel Alpin Sherpa und einer Stärkung in der nahe gelegenen Bar ging unsere Reise weiter mit dem Postauto zur «Rosenlauischlucht». Beeindruckend wild windet sich hier das Gletscherwasser durch eine schmale und an einer Stelle oben fast geschlossenen Schlucht ins Tal. Danach wanderten wir zu Fuss bis zur Schwarzwaldalp und dort genossen wir auf der Terrasse des Alprestaurants nochmals die weissen Gipfel und bewunderten die blühenden Alpwiesen.

MeiringenBallenberg2019

In Meiringen gastierte an diesem Abend das Volkstheaterfestival und so besuchten wir nach einem feinen Nachtessen das Stück »Geschter isch au no en Tag», gespielt vom Theater Nussbaumen.

Aber Morgen war auch noch ein Tag! Wir besuchten das Freilichtmuseum Ballenberg. Eine spannende Führung wartete auf uns. Nach dem Mittagessen schlenderten einige von uns nochmals durch das Museumsgelände, während die anderen das Brockenhaus auf dem Brünigpass besuchten. Gemeinsam reisten wir zufrieden und müde nach Hause.